WIR im Erzgebirge

Zum ersten Mal organisierte der Verein eine mehrtägige Tour. Anfang Dezember ging es für Nachbarn und Mitglieder nicht, wie obligatorisch gewohnt auf einen beliebigen Weihnachtsmarkt, sondern vier Nächte in das schöne Erzgebirge.

Pünktlich morgens um 6.00 Uhr fuhr der Bus mit 40 Teilnehmern aus der Hasseldelle ab. Während sich die Landschaft nach und nach veränderte, wurde die Gruppe immer munterer. In den Pausen gab es genügend Kaffee und die eine oder andere Stärkung. Im Hotel angekommen, freute man sich schon auf die nächsten Tage…

Mit der historischen Fichtel-Schmalspurbergbahn ging es am ersten Tag auf eine Fahrt von Oberwiesenthal nach Cranzahl. Leider ohne Schnee, dafür mit leichtem Regen ging es weiter nach Annaberg-Buchholz auf den Weihnachtsmarkt. Bei Glühwein, Bratwurst und duftendem Gebäck ließ sich auch der ein oder andere Regentropfen aushalten.

Am zweiten Tag, im Spielzeugdorf – beziehungsweise zu dieser Zeit Weihnachtsdorf – Seiffen ging es von einem Holzhandwerkskunstladen in den nächsten. Die erzgebirgische Handwerkskunst, die über Generationen das Erzgebirge prägt, ließ sich in Seiffen ganz besonders stimmungsvoll erleben. Die berühmte Seiffener Kirche, die das Vorbild vieler Erzgebirgsschnitzereien ist, war vielen zwar durch Schwibbögen, Holzpyramiden und sonstigen Holzkunstwerk bekannt, doch ebenso einen Besuch wert. So trafen sich die TeilnehmerInnen in dem kleinen Ort mal hier und mal da, blieben auf eine Unterhaltung stehen, prosteten sich mit Glühwein zu, aßen eine „Fettbemme“ oder Stollen, kauften Räuchermännchen oder ergatterten schöne Mitbringsel für zuhause.

In Dresden wurde der letzte Tag der Reise verbracht. Am Zwinger, der Dresdener Oper und dem Fürstenzug vorbei, ging es für viele zuerst in die Frauenkirche. Von dort aus weiter zu den Weihnachtsmärkten. Überall in der Stadt ließen sich kleine und größere Märkte finden, und natürlich der älteste deutsche Weihnachtsmarkt, der Striezelmarkt. Die einen bummelten durch Geschäfte, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen, andere besuchten Museen, gingen Essen oder nutzten die freie Zeit, um durch Kirchen zu schlendern.

Das Hotel befand sich im verschneiten tschechischen Skiort Bozi Dar auf 1028m Höhe. Nach den Tagesausflügen traf man sich in den Abendstunden bei ein oder zwei Getränken, spazierte nochmals durch den Schnee, redete und lachte über den Tag. An so manchen Abenden wurde das Tanzbein geschwungen, laut und fröhlich bekannte Lieder mitgesungen.

 

Der Busfahrer manövrierte auch bei Glatteis den Bus so hervorragend über die verschneiten Straßen, dass dies noch einmal eine besondere Erwähnung verdient hat. Danke Hermann!

Zum Ende war man sich einig. Eine mehrtägige Bustour würde jeder noch einmal mitmachen.

Vielleicht ja schon im Winter 2019?