Heute im ST: Hasseldelle: Marina Lehnen ist neue Quartiersmanagerin

Die 29-Jährige beginnt ihre Arbeit am 15. Januar. Ein Anliegen: Gute Nachbarschaft der Kulturen durch gelungene Integration.
Von Jutta Schreiber-Lenz

Foto: Christian Beier

Als Marina Lehnen im Frühherbst die Stellenausschreibung des Vereins „Wir in der Hasseldelle“ gelesen hatte, der eine Quartiersmanagerin suchte, dachte sie: „Endlich!“. Die 29-Jährige erzählt: „Endlich mal ein Angebot und eine Aufgabe, die mich spontan anspricht und in der genau das erwartet und gebraucht wird, was ich tun will.“ Nämlich vor Ort im direkten Kontakt mit Menschen, deren individuelle Situation und das Miteinander mit den Nachbarn fördern.

Dazu gehört: Für und mit den Menschen Projekte initiieren und planen, um eine gute Vernetzung untereinander zu erhalten oder zu verbessern. Das Quartier nach außen darstellen, mit den Zuständigkeiten in Verwaltung, Jobcentern, Schulen kooperieren. Beim Gespräch mit Hans-Peter Harbecke und Christian Peschke, Vorstand und Verwaltungsleiter des Vereins, bestätigte sich ihr Gefühl: „Hier bist du richtig. „Mir ist hier eine große Offenheit begegnet. Die hat mich überzeugt.“

Umgekehrt war die Sympathie auf Anhieb wohl genau so groß. Optimale Startbedingungen also, wenn alle rundum das Gefühl haben, dass es passt. Die studierte Raumplanerin, die aus einer „großen Ruhrpott-Familie“ kommt, wie sie sagt, hat sich ihr Studium durch Jobs finanziert. Bei einem großen Verkehrsunternehmen hat sie auf diese Weise in nahezu alle Bereiche einmal hineingeschnuppert. Etwas, was ihr viel Freude gemacht hat. Aber: „Tief in mir spürte ich den eigentlichen Berufswunsch, dichter an Menschen dran zu sein“, sagt die sportliche junge Frau mit den langen dunklen Haaren.

Ein zwischenzeitlicher Job in einem Stadtteil- und Beratungszentrum in Mühlheim hatte sie bereits mit Netzwerkarbeit, Projektentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung betraut. Dass es im Quartiersmanagement der Hasseldelle nun auch um Sozialarbeit mit und für Flüchtlinge geht, kommt ihr sehr entgegen. Gute Nachbarschaft verschiedener Kulturen durch gelungene Integration sei ihr ein besonderes Anliegen, betont Marina Lehnen. „Und ich will dazu beizutragen, dass die neuen Mitbürger in der Mitte der Stadtgesellschaft ankommen.“

Wichtig am Anfang: Kontakte knüpfen
Gefragt sei ja das Zusammenspiel verschiedener Elemente, um ein optimales Ergebnis zu erzielen: nämlich Fördermaßnahmen, Präsenz vor Ort, Beratung und Veranstaltungen. Was sie ab dem 15. Januar als Erstes angehen wird, hält sie sich offen. „Zunächst gilt es dann, einen Überblick zu bekommen und die Arbeitsstränge und Abläufe zu sichten“, sagt sie. „Vielleicht werde ich einiges ändern – oder es genauso lassen, wie es immer war. Aber das weiß ich ja jetzt noch nicht.“

Kontakte im Quartier zu knüpfen, steht weit oben auf ihrer Prioritäten-Liste: „Ich möchte, dass alle Bewohner mich kennen und wissen, dass sie bei mir mit ihren Anliegen und Fragen oder Ideen richtig sind.“ Aber auch über dessen Grenzen hinaus. „Ein gutes Netzwerk in der Stadt ist ganz wichtig.“

Zunächst wird die gebürtige Mülheimerin zwischen Solingen und ihrem derzeitigen Wohnort im Süden von Essen pendeln. „Das ist ja nicht so weit, in einer knappen Stunde ist das gut zu schaffen.“ Marina Lehnen freut sich auch auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Jugendarbeit, Regina Fluck und Stella Schäfer. „Das Projekt Hasseldelle kann nur von verschiedenen Säulen getragen werden. Im Team sind wir stark.“


Wir danken dem Solinger Tagblatt, insbesondere Frau Jutta Schreiber-Lenz für den tollen Artikel und Christian Beier für die schönen Fotos. Marina Lehnen hat sich auch sehr darüber gefreut. Hier noch ein Foto von Christian Beier, dass Marina im Kreise Hasseldelle-Kindern zeigt.

Die Hasseldelle hat ab ab Mitte Januar eine neue Quartiersmanagerin: Marina Lehnen.
Hier mit dem Vorsitzenden Hans-Peter Harbecke